Irland – das ist Reichtum pur. Insbesondere seit 2005 hat sich das Land, das ungefähr die Größe Bayerns besitzt, zu einem europäischen Musterstaat entwickelt. Der so genannte ‚Keltische Tiger’ entwickelte sich per vorgeschriebenem Mindestlohn für Vollzeitangestellte und einem geschickten Steuerwesen zu einem Vorzeigestaat. Das Brutto-Sozialprodukt liegt gut 30 Prozent höher als in Deutschland. Aber noch immer besteht ein starkes wirtschaftliches Gefälle zwischen den großen Zentren wie Dublin, Limerick und Cork auf der einen Seite und den ländlichen Gebieten auf der anderen Seite.
An Flughäfen bietet das Land Dublin, Kerry, Cork und den Flughafen Shannon (Irland), auf dem vor wenigen Jahrzehnten noch Amerika-Flüge zwischenlandeten.
Und um die Insel zu entdecken, lohnt das Entleihen eines Mietwagens – am besten gleich per Internet. So steht der Wagen gleich bei der Ankunft bereit und geleitet den Besucher durch das Inselreich: Es grenzt im Norden an das Vereinigte Königreich (Provinz Nordirland) und ist im Osten von der Irischen See und im Westen und Süden vom Atlantik umgeben.
Aber Vorsicht: In Irland herrscht Linksverkehr, und das Mindestentleihalter des Fahrers sollte 23 Jahre betragen. Irland besitzt vier Straßenklassen: die Motorways (M), die National Roads (N), die Linkroads (R) und die Landstraßen als kleine, oftmals von Hecken umgebene Verbindungswege zwischen den Ortschaften. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen liegen außerhalb von Ortschaften zwischen 120 und 80 km/h. Teils sind die Motorways mit einer Maut belegt, so etwa auf der M4. Allgemein gilt: Irlands Straßen sind für Festlandseuropäer in schlechtem Zustand. Aber das soll die Mietwagenfahrer nicht von tollen Touren abhalten.
So gibt es etwa in Galway auch eine Universität, in der auf Gälisch gelehrt wird, und im Theater ‚Taebhdhearc na Gillimhe’ können sich Besucher an gälischen Stücken erfreuen. Berühmt ist die Stadt aus dem 12. Jahrhundert unter anderem durch die Familie Lynch: Ein Sohn der Familie wurde im Mittelalter zum Tode verurteilt. Keiner der Bürger wollte ihn hängen – der Vater vollzog den Akt... und schuf so den Ausdruck ‚Lynchjustiz’. Berühmt ist die Stadt aber auch wegen der ‚Spanish Arch’, einem mittelalterlichen Bauwerk aus dem Jahr 1594, das eine Erweiterung der Stadtmauer darstellt. Und sehenswert ist auch die ‚St. Nicholas Church’. Sie zählt zu den schönsten mittelalterlichen Kirchen Irlands. Lohnenswert in dieser Gegend 3 Stunden fern von Dublin sind die Landschaften und Küstenstreifen von Connemara sowie die ‚Cliffs of Moher’. Sehenswert auch die drei ‚Aran Islands’ vor der Küste von Galway. Sie sind einzigartig in ihrer Sprache, Archäologie und frühen christlichen Geschichte.
Ebenfalls guter Grund für eine Reise im Mietwagen ist Cork. Der Hafen der Stadt war Ausgangspunkt für die Flucht von über 3 Millionen Iren in die neue Welt – und heute beherbergt die City den zweitgrößten Flughafen des Inselreiches. In der Gegend liegt auch Shannon mit den Grafschaften Clare und Limerick. Clare bietet eine Vielzahl von landschaftlichen Reizen. So den berühmten Fluss Shannon und den See (Lough) Derg, die die östliche Grenze dieses Gebietes bilden und im Westen die raue Küste mit aufregenden Klippen und Sandstränden. Hier lohnt eine gemütliche Ausfahrt mit dem Mietwagen, denn Shannon ist ein Gebiet von stiller Schönheit und ländlichem Charme. Seine sanfte, hügelige Landschaft gilt als eine Wohltat für das Auge, vom wunderschönen ‚Golden Vale’ (Goldenes Tal) im Osten bis zu der Gezeitenmündung des Flusses Shannon im Westen. Rund um Kerry liegen übrigens schöne alte Schlösser, in denen der Mietwagenfahrer mit seinen Gästen teils auch nächtigen kann. Etwa im Ballyseede Castle.
Und wer Golfen oder Angeln will, sollte sich mit dem Mietwagen nach Killarney aufmachen. Der Killarney Golf Club war zweimal Gastgeber für das ‚Irish Open’. Die zwei Plätze Killeen und Mahony’s Point liegen in einer natürlichen Landschaft und bieten ein perfektes Angebot.
Und auch Angeln ist in dieser Gegend Irlands gut möglich – einsame Seen laden zur Entspannung. Und mit dem Mietwagen geht es dann zurück – etwa nach Dublin, der Hauptstadt des Landes. Übrigens: Auch hier kann der Tourist im Schloss schlafen, so dem Clontarf Castle. Da freut sich auch der Mietwagen... (hh)