Essen, das sind Krupp und der Fußballverein Rot-Weiss Essen. Den Fußballclub gibt es noch, aber der Großkonzern Krupp ist nach seiner Fusion mit Thyssen nur noch im Kleinen mit einigen Tochterunternehmen vertreten. Dafür haben sich in Essen andere Unternehmen niedergelassen, so etwa die RWE AG und dessen Tochterunternehmen RWE Power und RWE Rhein-Ruhr. Dazu gibt es Hochtief, sowie Aldi-Nord, Steag, die KarstadtQuelle AG, die RAG (ehemals Ruhrkohle AG) und Eon-Ruhrgas. Einer der größten Pressekonzerne Deutschlands, die WAZ-Gruppe, hat in Essen ihren Sitz. Der Schuhhändler Deichmann ist in Essen-Borbeck ansässig. Die Degussa AG beheimatet mit der Goldschmidt GmbH in der Mitte Essens ein wichtiges Unternehmen der Chemieindustrie.
Doch neben der Industrie bietet Essen auch dem allgemein interessierten Besucher ein interessantes Bild. Und der alte ‚Krupp-Gürtel’, das Werksgelände, war einst größer als das Stadtgebiet. Um all die Sehenswürdigkeiten zu entdecken, eignet sich eine Autovermietung als erster Ansprechpartner. Am Besten gleich über das Internet, damit der Mietwagen direkt bei der Ankunft bereit steht.
Viele Sehenswürdigkeiten stammen aus dem ersten Drittel des Zwanzigsten Jahrhunderts. Sie bestimmen das Bild der Innenstadt mit dem Bahnhofsvorplatz und dem Haus der Technik, der ehemaligen. ‚Börse’, dem ‚Handelshof’, dem ‚Eickhaus’, der ‚alten Sparkasse’ und der ‚Hauptpost’. Ebenso sind dort das ‚Deutschlandhaus’, das ‚Steinhaus’, das ‚Derendorfhaus’, die ‚Lichtburg’, das ‚Baedekerhaus’, das ‚Blumhaus’ und das Warenhaus ‚Karstadt’, ein ehemaliger ‚Althoff’-Bau, zu betrachten. Diese Gebäude wurden von größtenteils aus Süddeutschland stammenden Architekten im Umfeld der Essener Kunstgewerbeschule beziehungsweise der Essener Raumkunstgruppe entworfen.
Ein Glanzstück der Innenstadt ist der Burgplatz mit der ‚Johanneskirche’, dem ‚Atrium’, dem ‚Münster’, der ‚Domschatzkammer’, dem ‚Bischofspalais’ und dem Blick auf die ‚Alte Synagoge’ und die altkatholische Kirche. Das ‚Münster’, das im 10. Jahrhundert erstmalig erwähnt wurde, gilt als Wahrzeichen der Stadt. In seiner ‚Domschatzkammer’ befindet sich die ‚Goldene Madonna’. Sie ist die älteste erhaltene vollplastische Madonnenfigur des christlichen Abendlandes. Sehenswert ist auch die ‚Alte Synagoge’, die seit 1980 als Gedenkstätte gilt.
Die ‚Kettwiger Straße’ wurde 1958 die erste Fußgängerzone der Bundesrepublik Deutschland – zu Fuß leicht zu durchwandern, aber der Mietwagen muss draußen geparkt werden. Doch nach dem Fußweg geht’s wieder ab zum angemieteten Wagen der Autovermietung. Denn nördlich der Stadt befindet sich das Gebiet der zum Weltkulturerbe gehörenden ‚Kokerei und Zeche Zollverein’. Dieser Bereich gilt als Meilenstein der Industriearchitektur. Das Zollverein-Areal ist Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH). Mit der Schließung der ‚Kokerei Zollverein’ 1993 war übrigens die Bergbaugeschichte Essens beendet.
Die Sehenswürdigkeiten der Stadt Essen befinden sich über das gesamte Stadtgebiet verstreut, hauptsächlich aber in den südlichen Stadtteilen und der Innenstadt – und auch hier lohnt ein Auto von der Vermietung. Südlich des Zentrums liegt - oberhalb des von 1931 bis 1933 im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme künstlich angelegten ‚Baldeneysees’ - die ‚Villa Hügel’, der Wohnsitz der Familie Krupp. Er wurde vom Industriellen Alfred Krupp erbaut. In ihm sind eine ständige Ausstellung der Krupp-Stiftung und diverse Wechselausstellungen zu finden. Dem ehemaligen Unternehmenschef Alfred Krupp zu Ehren beschloss die Kruppsche Werksbelegschaft, ihm für seine Leistungen auf industriellem wie auf menschlichem Gebiet ein Denkmal vor dem Haupttor der Kruppwerke in Essen zu errichten. Alfred Krupp verstarb 1887. Zwei Assistenzfiguren flankierten ihn: ein Schmied als Symbol der Arbeit und eine Arbeiterwitwe mit Kind als Darstellung der Humanitas. 1892 wurde das Denkmal feierlich enthüllt. Im Zweiten Weltkrieg stürzte das Standbild von seinem Sockel und wurde 1954 wieder aufgestellt. Im Jahr 1962 wurde es in den Park der Villa Hügel gebracht und 1999 durch einen Neuguss ersetzt. Das ehemalige Standbild steht heute im Ruhrlandmuseum in Essen.
Auf der Route vom Norden in den Süden der Stadt gibt es viel zu sehen. Immerhin, Essen besitzt insgesamt knapp 3.300 Straßen mit einer Gesamtlänge von rund 1.600 Kilometern. So führt auch ein Weg in die ‚Sternwarte Walter Hohmann’, die durch ihre Teleskope auch einen Blick in den nächtlichen Sternenhimmel gewährt. Und für die warme Kleidung auch in den Sommernächten ist im Mietwagen genügend Platz. (hh)